Kunstprogramm für das Luzerner Kantonsspital
Kunstkonzept und langjährige Umsetzung
Luzerner Kantonsspital | Seit 2013 | Öffentliche Bereiche | Über 2500 Exponate verteilt auf Standorte in Luzern, Zug und Sursee
Künstler:Innen www.KunstimSpital.ch
Kunst im Spital
«Kunst im Spital» heisst das langfristig angelegte Kunst- und Forschungsprogramm von Studio KAD, das im Auftrag des Luzerner Kantonsspital entwickelt, umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Das Programm umfasst kuratierte Wechselausstellungen, ortsbezogene künstlerische Arbeiten sowie partizipative Formate im Gesundheitsumfeld. Alle Formate werden als künstlerische Untersuchungen verstanden, deren Erkenntnisse fortlaufend in das Programm zurückfliessen.
Programmbeschreibung
Im Mittelpunkt von Kunst im Spital steht die Auseinandersetzung mit dem Klinikumfeld als öffentlichem, sozialem und institutionellem Raum. Kunst wird dabei nicht als dekoratives Element verstanden, sondern als eigenständige künstlerische Praxis mit eigener Fragestellung und Haltung.
Das Programm vereint unterschiedliche Formate: kuratierte Wechselausstellungen mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, die Entwicklung ortsbezogener Arbeiten sowie partizipative Projekte, in die Mitarbeitende und/oder Patientinnen und Patienten einbezogen werden. Diese Formate entstehen im laufenden Spitalbetrieb und reagieren auf konkrete Situationen, Routinen, Kontexte und Wahrnehmungsbedingungen des Gesundheitsumfelds.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen – etwa zu Aufmerksamkeit, Nutzung, Zeitlichkeit und Wirkung von Kunst im klinischen Kontext – werden reflektiert und als künstlerische Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des Programms integriert. Kunst im Spital versteht sich damit als fortlaufende künstlerische Forschungsarbeit im öffentlichen Raum.
Grundsätze
- Autonomie der Kunst
Die künstlerische Arbeit folgt einer eigenen Logik und wird nicht funktional, therapeutisch oder repräsentativ instrumentalisiert. - Kontextbezogenheit im Gesundheitsumfeld
Das Klinikumfeld und seine spezifischen Situationen (Patient:innen, Mitarbeitende, Besuchende) bilden den Ausgangspunkt aller Formate. - Lebendigkeit und Mobilität
Kunst im Spital ist kein statisches Projekt: durch regelmässige Wechsel, neue Formate und bewegliche Werke bleibt das Programm in Bewegung und reagiert auf den sich verändernden Alltag im Spital. - Künstlerische Forschung
Ortsbezogene Arbeiten, Wechselausstellungen und partizipative Formate werden als künstlerische Untersuchungen verstanden, deren Erkenntnisse fortlaufend in das Programm zurückfliessen. - Sensibilität und Offenheit
Die Arbeiten respektieren die Vulnerabilität des Ortes, vermeiden Harmoniezwang und ermöglichen stattdessen Vielfalt und Vielschichtigkeit von Erfahrungen. - Zugänglichkeit und Vermittlung
Kunst wird ergänzt durch niederschwellige Vermittlungsangebote: Informationen zu Werken, Rundgänge, Gespräche und Begegnungen mit Künstler:innen schaffen Zugänge und vertiefen den Dialog zwischen Kunst und Publikum. - Partizipation und Inklusion
Mitarbeitende und Patient:innen werden in ausgewählten Formaten aktiv eingebunden, um unterschiedliche Perspektiven und gemeinsame Erfahrungen im künstlerischen Prozess zu ermöglichen. - Zeitlichkeit und Dauer
Wirkung entsteht oft über dauerhafte Präsenz, wiederholte Begegnungen und sich wandelnde Kontexte, nicht allein durch einmalige Sichtkontakte. - Dialogische Zusammenarbeit
Die Arbeit orientiert sich am Spitalalltag, erhält Feedback aus dem klinischen Betrieb und bewahrt gleichzeitig ihre künstlerische Entscheidungshoheit.
NZZ | «Kunstunternehmer mit Senderbewusstsein» | Erich Aschwanden
Konzept | Beratung | Kuration | Projektleitung | Künstler:Innenbeziehung | Kunstwerksentwicklung | Kunstwerkproduktion | Partizipative Formate | Ausstellungsrealisation | Kunstvermittlung | Ausstellungspflege
Lorenz Huber | Pleinairmalerei in Öl
Kurt Hunkeler | Pleinairmalerei Aquarell
Niklaus Troxler | Klebebilder
Husmann/Tschäni | Wandobjekte
Silas Kreienbühl | Acrylfarbe auf Holz
Anja Wicki | Zeichnungen
Sipho Mabona | Faltbilder
Muriel Stern | Ölmalereien
Alois Hermann | Holzschnittbilder, Skulpturen
Rochus Lussi | Holzobjekte
Marina Jung, Kurt Hunkeler, Urs Heinrich | Mixed Media | Partizipatives Kunstprojekt
Silas Kreienbühl | Fotografien
Niccel und Emil Steinberger | Herzens-Wochenblätter | Mixed Media
Rochus Lussi | Holzobjekte
Albert Merz | Malerei